lfd-Nr.: 10/2018

10.07.2018

11.14 Uhr

HILFE/VU_3

August 2018
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Die Technische Hilfeleistung gehört im Zeitalter des 21. Jahrhunderts zu der häufigsten Einsatzart der Stützpunktfeuerwehr Lesse. Im Vordergrund stehen dabei Verkehrsunfälle, die sich auf den Kreis- und Landstraßen sowie auf der Bundesautobahn 39 ereignen. Häufig sind Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, verletzt und brauchen dringend medizinische Hilfe. Es ist daher allerhöchste Eile geboten und am Einsatzort muss eine patientenschonende Rettung gewährleistet werden, um die Unfallopfer nicht zusätzlich zu gefährden. Unter ständiger Absprache mit dem Rettungsdienst, setzt der Angriffstrupp die hydraulischen Rettungsgeräte ein, um eine ausreichende Rettungsöffnung zu schaffen. Bei neueren Fahrzeugen können sich allerdings gewisse Probleme ergeben.

Der zunehmende Einsatz von aktiven und passiven Sicherheitssystemen in Fahrzeugen ermöglicht den Insassen Unfälle zu verhindern bzw. die Schwere eines Verkehrsunfalls herabzusetzen. Zu den aktiven Sicherheitssystemen gehören das Antiblockiersystem ABS und das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Zu den passiven Sicherheitssystemen gehören das Airbag-Steuergerät, die Airbags, die Gurtstraffer, der Überrollschutz, Sensoren sowie weitere konstruktive Maßnahmen.

Aufgrund dieser passiven Sicherheitssysteme fällt es den Einsatzkräften immer schwerer, Gefahren abzuschätzen, die sich durch den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten ergeben könnten. Die Einsatzkräfte müssen z.B. nötige Vorsichtsmaßnahmen einleiten, um ein nachträgliches Auslösen der Airbags zu verhindern.

Eine Unterstützung für die Rettungskräfte bietet daher die sogenannte Rettungskarte, die auf Initiative des ADACs entwickelt wurde. Anhand dieser Rettungskarten können wichtige Informationen über Konstruktion, Energieversorgung und eingebaute Sicherheitsmodule verunfallter Fahrzeuge abgelesen werden. Die Rettungskarten werden im Internet auf den Seiten der Fahrzeughersteller zum kostenlosen Download angeboten, um eine verbreitete Verwendung dieser Karten zu erzielen.

Die Rettungskarten sollen im Fahrzeug hinter der Fahrersonnenblende mitgeführt werden, ein Aufkleber auf der Frontscheibe, den Sie kostenlos beim ADAC erhalten, informiert die Einsatzkräfte über dessen Verfügbarkeit.